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Sächsische Schweiz
Das Elbsandsteingebirge liegt südlich von Dresden nahe der tschechischen Grenze und ist ein beliebtes Wanderziel und Kletterparadies. Zwei Maler aus der Schweiz waren im 18 Jahrhundert auf ihren Wanderungen zwischen bizarren Felsformationen, Bergen und Tälern so begeistert, dass sie das Gebiet mit den Bergen aus der Heimat verglichen. So soll die Sächsische Schweiz ihren Namen bekommen haben. Im Laufe der Jahre wurde die Sächsische Schweiz als Ausflugsziel immer populärer. Die ganze Region ist gut auf Touristen eingestellt. Durch die starke touristische Erschließung geht der natürliche Charme dieses schönen Landstrichs aber leider etwas verloren.
Die Besonderheit der Sächsischen Schweiz sind die vielen Treppenstufen, die die Wanderer nach oben führen.
Der 112 km lange “Malerweg” wurde 2007 zum beliebtesten Wanderweg Deutschlands gewählt. Man kann den ganzen Weg oder ausgewählte Abschnitte selber bewandern. Es werden auch diverse geführte Gruppen-Wanderungen angeboten (auch mehrtägig).
Der Weg heißt so, weil viele Maler hier unterwegs waren und sich von der sonderbaren Schönheit der Sächsischen Schweiz inspirieren ließen, darunter deutsche Romantiker Caspar David Friedrich (1774-1840) und Ludwig Richter (1803-1884).
Weitere Informationen über den Malerweg
Anfahrt
Mit dem Auto: Die Autobahn A17 und die Bundesstraße B 172
Öffentlich: Von Dresden mit der S-Bahn oder mit einem Dampfer über die Elbe.
Ausrüstung
Für viele Wanderwege reichen leichte Wanderschuhe oder auch Turnschuhe. Je nach Wetter, sollte man an Sonnencreme und/oder Regenkleidung denken. Das Wetter schlägt hier aber nicht so schnell um wie in den Alpen.
Etwas zum Trinken sollte man ebenfalls dabei haben. Wer selber Proviant mitnimmt, findet schnell ein schönes Plätzchen für ein Picknick. Ansonsten freuen sich viele Gaststätten auf hungrige und durstige Touristen.
Es ist empfehlenswert, sich vor der Wanderung gut über den Weg zu informieren. Denn es gibt Wanderwege, die Schwindelfreiheit voraussetzen und Kletterabschnitte haben. Eine gute Karte sollte man auf jeden Fall dabei haben.
Impressionen aus der Sächsischen Schweiz
Die Bastei
Das Bastei-Gebiet ist Mittelpunkt des Nationalparks Vordere Sächsische Schweiz.
So kommt man zur Bastei:
- Mit dem Auto. Der Parkplatz ist ein paar Hundert Meter von den ersten Aussichtspunkten entfernt. Es werden auch Kutschenfahrten angeboten.
- Zu Fuß über den Basteiweg. Er beginnt im Kurort Rathen.
Die markanten Bastei-Felsen sind Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz.
- Die berühmte “Basteibrücke” ist beeindruckend
- Es gibt viele Aussichtspunkte zur Elbe und in die andere Richtung auf andere Felsen
- Es ist auch interessant nach unten in die Tiefe zu schauen. Wenn man die Steinformationen auf Fotos sieht, konzentriert man sich vor allem auf die sonderbare Form der Steine und denkt nicht daran, wie hoch sie sind, und dass es auch steilt nach unten geht. Erst wenn man auf Brücken zwischen den Steinen läuft, schaut man nicht nur in die Weite, sondern auch in die Tiefe und staunt über die steilen Hänge. Wer Höhenangst hat, fühlt sich etwas unwohl.
- Felsenburg Neurathen
Eine kleine Anlage mit Überresten einer mittelalterlichen Burg. Der Eingang befindet sich hinter der Basteibrücke. Die Felsenburg Neurathen ist offiziell bis 18.00 Uhr geöffnet. Doch es gibt eine Vertrauenskasse für alle, die die Burg außerhalb der Öffnungszeiten besichtigen möchten. - das Panoramarestaurant bietet wirklich einen sehr guten Blick auf die Elbe.
Innenausstattung aus den 70er Jahren ist nicht unbedingt ansprechend. Das Essen ist gut.
Preise: ein Glas Wein ca. 5,- Euro; Hauptgericht ca. 14,- Euro
Innen im Stil der 70er Jahre - Berghotel “Bastei” – schön zum Übernachten
- Steinerne Tisch
Viele gehen hin, nur weil der Steinerne Tisch auf Wegweisern in der Bastei ausgewiesen wird. Doch diesen kleinen Abstecher kann man sich sparen. Die kleine steinerne Tischgruppe mitten im Wald ist meistens von picknickenden Wanderern bereits belegt. Daneben gibt es ein Gasthaus.
Bad Schandau
Dieser kleine Ort ist das Zentrum der Region Hintere Sächsische Schweiz.
Nationalparkhaus Sächsische Schweiz
Adresse: Dresdner Straße 2b, 01814 Bad Schandau
Öffnungszeiten:
April bis Oktober: täglich 9 bis 18 Uhr
November bis März: Dienstag-Sonntag von 9 – 17 Uhr
Eintritt 4,- Euro/Person (1,- Euro Ermäßigung mit der Kurkarte (bekommt man im Hotel))
Das Museum ist nett, aber kein Muss. Im Eingangsbereich befindet sich ein kleiner Laden mit Wanderführern und sonstigem Infomaterial. Freundliche Mitarbeiterinnen beantworteten nicht nur die Fragen zum Museum, sondern geben auch Tipps rund um die Region.
Im Museum läuft eine Multifunktionsshow über die Geschichte des Nationalparks “Sächsische Schweiz”. Die ist aber eher allgemein gehalten und gibt einen groben Überblick über die Sächsische Schweiz. Wer hofft, dadurch Entscheidungshilfe für die Ausflüge in die Region zu bekommen, wird enttäuscht. Das Museum ist eher für Kinder gemacht, aber auch für Erwachsene interessant. Es gibt zwei Videostationen: zur Entstehung der Stein- und Basaltgebirge und über den Waldkreislauf.
Für die Besichtigung reicht ca. 1 Std. Im Museum gibt es auch ein Café.
Offizielle Webseite des Nationalparkhauses Sächsische Schweiz in Bad Schandau
- Personenaufzug (1904)
Führt zum Ostrau, dem Villenvorort von Bad Schadau. Der 50 Meter hohe Aufzug steht unter Denkmalschutz.
- Kurpromenade mit Umgebindehäusern
kurz danach Blick auf die Schrammsteine.
Die Schrammsteine heißen so, weil man sich “geschrammt” also beim hochsteigen “schrammt” oder “schürft”. Man sieht sie von der Elbe aus (z.B. bei einer Fahrt mit dem Raddampfer), von der S-Bahn (fährt direkt der Elbe entlang) oder auch von der Autostraße (zwischen Bad Schandau und Schmilka). An der Straße gibt es aber keinen richten Aussichtspunkt zum Gucken oder Fotografieren. Man muss am Straßenrand halten. Die Aussicht ist nicht wirklich spektakulär.
Kirnitzschtalbahn zum Lichtenhainer Wasserfall
Die Kirnitzschtalbahn verkehrt zwischen Bad Schandau (Station: Stadtpark) und dem Lichtenhainer Wasserfall. Eine Tageskarte kostet 6,- Euro/ Person. Fahrkarten erwirbt man auf der Tram beim Fahrer oder dem Kontroller.
Fahrtdauer: 30 Minuten. Fahrfrequenz: alle 30 Minuten (von 7:30 bis 21.00 Uhr). Streckenlänge 8 km.
Die Kirnitzschtalbahn ist eine kleine Tram. Die historischen Waggons tuckern langsam hoch direkt am Bach Kirnitzsch entlang einer Felsenwand. Direkt am Wasser am Bach-Rand wachsen viele Fahnen. Wenn man Glück hat, hält der Tramführer an machen Stellen und erzählt was Interessantes über die Sachen entlang der Tramlinie.
Es gibt neun Stationen. Die Kirnitzschtalbahn hält, zum Beispiel, am Pflanzengarten in Bad Schandau oder am Camping- und Zeltplatz Ostrauer Mühle. Mit der Tageskarte kann man beliebig oft aussteigen. Viele Stationen sind Ausgangspunkte für diverse Wanderungen.
Zum Fotografieren ist die Fahrt weniger geeignet, weil die Tram sich ständig bewegt und wegen der Fenster.
Restaurant-Tipp: urige Gaststätte “Forsthaus” an der gleichnamigen Station. Gut bürgerliche Küche mit Wild- und Fischgerichten. Es gibt auch Sauerbraten (13,- Euro). Mit einer großen Terrasse. Liegt zwischen zwei Malerweg-Routen.
Entlang der Tram-Linie gibt es aber mehrere Gasthäuser mit Restaurants.
Informationen über die Kirnitzschtalbahn
Endstation der Kirnitzschtalbahn ist der Lichtenhainer Wasserfall.
Man kann auch mit dem Auto hinfahren und auf dem kleinen Parkplatz hinter der Tram Haltestelle parken. Es gibt auch ein Bus, der aber selten fährt.
Der Lichtenhainer Wasserfall ist sehr klein und nicht wirklich sehenswert. Nur wegen des Wasserfalls braucht man nicht hinfahren. Gleich neben dem Wasserfall gibt es eine kleine Gaststätte. Ansonsten gibt es nichts zu sehen. Doch das ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Zum Beispiel, zum Kuhstall.
Kuhstall – ein Felsentor mit Panoramaaussicht
Der 11 Meter hohe Felsentor Kuhstall liegt am Malerweg. Vom Lichtenhainer Wasserfall läuft man ca. 30 Minuten hoch und 15 Minuten runter. Der Kuhstall bietet einen sehr schönen Blick in die Weite über die bewaldete Senke und das Affensteinmassiv.
Hier liegt auch die Himmelsleiter. Am Anfang sehr schmal. Eiserne Stufen führen durch die Kluft nach oben auf ein Plateau mit Ausblick.
- Schneiderloch – ein kleiner Aussichtspunkt
Königstein – Festung und Ort
Der Ort Königstein ist sehr klein. Es gibt ein paar kleine Gaststätten. Königsstein ist Ausgangspunkt für die Wanderung zur Festung über den Malerweg. Laufzeit ca. 45 Minuten ab der Stadtkirche. Der Weg geht am Anfang relativ steil nach oben, erst am Hang und dann über die Treppenstufen. Danach läuft man aber sehr angenehm auf einem breiten Weg im schattigen Wald.
Festung Königstein (Der Tafelberg, auf dem die Festung sitzt ist 361 Meter hoch)
Eintritt 6,- Euro. Fotogenehmigung kostet 1,- Euro extra. Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden.
Zuerst kauft man ein Ticket an der Kasse und fährt dann mit einem Aufzug hoch. Es gibt zwei Aufzüge. Der Panorama-Aufzug ist komplett aus Glas gemacht und ist deswegen etwas Besonderes (fährt bis 16:30 Uhr). Der andere Aufzug fährt bis 20.00 Uhr und befördert auch Fahrzeuge, die oben in der Festung arbeiten, nach oben.
Oben von der Festungsmauer hat man einen gigantischen Blick auf die Umgebung. Man sieht die Elbe, den Lilienstein, den Pfaffenstein, die Bastei, etc. Eine der schönsten Aussichten ist der Blick auf die Elbschliefe mit dem Lilienstein. Diesen Blick hat man von der Seite mit dem Hungersturm.
Festung Königstein ist gut restauriert. Es gibt viele Ausstellungen zu diversen Themen. Interessant ist, zum Beispiel, die Vorführung des Brunnens. Der 125 Meter tiefe Brunnen war das Erste, was hier gebaut wurde. Erst nachdem man davon überzeugt war, dass der Brunnen funktioniert und den Wasserbedarf dauerhaft sichert, wurde hier Anfang des 13. Jahrhunderts die Festung gebaut. Der Brunnen liegt in de geometrischen Mitte des Plateaus, auf dem die Festung steht.
Im Zentrum der Festung gibt es mehrere Lokale.
Offizielle Website der Festung Königstein
Pfaffenstein (428 Meter hoch)
Liegt am Malerweg, ca. 2 km südlich von Königstein. Der Aufstieg beginnt im Ort Königsstein oder im Pfaffendorf. Eine Wanderung über das Nadelöhr dauert ca. 45 Minuten. Dieser Weg zum Pfaffenstein ist relativ steil und an manchen Stellen sehr schmal. Das Nadelöhr ist die schmalste Stelle mit der eisernen Treppe. Alternativ gelangt man auf den Pfaffenstein auch über einen bequemen Aufstieg, läuft dafür aber länger.
Oben ist der Pfaffenstein ein flaches und großes Plateau mit vielen Aussichtspunkten.
Es gibt eine Gaststätte und einen kleinen Aussichtsturm.
Eine der Hauptattraktionen hier ist die Felsnadel Barberine (43 Meter hoch), manchmal auch “steinerne Frau” genannt. Früher war die Barberine bei Kletterern beliebt, ist aber seit 1975 gesperrt. Der durch Erosionen und Blitzschläge stark beschädigte “Kopf” musste mit Zement und Klammern befestigt werden. Jetzt ist die Barberine ein Naturdenkmal.
Von der Gaststätte bis zur Barberine läuft man ca. 15 Minuten. Auch dieser Weg führt durch eine enge Passage. Danach gibt es einen kleinen Aussichtspunkt mit Blick auf die Barberine.
Pirna
Eine kleine Stadt. Vieles wurde nach der Überflutung restauriert und sieht sehr neu aus. Einige Häuser sehen aber noch aus wie Ruinen. Ein Rundgang über die historische Altstadt von Pirna dauert ca. 30 Minuten. Es gibt eine alte Kirche und ein paar alte Häuser. Die Geschäfte und Cafés schließen um 18.00 Uhr, und die Stadt wirkt wie ausgestorben. Es gibt aber relativ viele Lokale, die vermuten lassen, dass sich in der Hochsaison einige Touristen in Pirna aufhalten. Es gibt auch Hotels. Und eine Anlegestelle für Raddampfer und andere Schiffe.
Die offizielle Webseite der Stadt Pirna in der Sächsischen Schweiz
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