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Dresden
Eins vorweg: Dresden ist eine schöne Stadt. Doch die überschwänglichen Beschreibungen diverser Reiseführer führen dazu, dass man von Dresden auch sehr viel erwartet. Die Folge: im ersten Moment kann es enttäuschend sein. Irgendwie stellt man sich den Theaterplatz mit der Semperoper, dem Zwinger, der Hofkirche doch viel imposanter und beeindruckender vor. Zuerst wirken die Bauten in Dresden zu klein und sind dunkler als auf vielen Fotos. Die Dresdner Altstadt ist sehr klein, extrem touristisch und kann in ein paar Stunden besichtigt werden. Etwas unerwartet ist auch der scharfe Kontrast zwischen alten Barockbauten und dem Plattenbau des 20 Jh. Doch es lohnt sich, etwas mehr Zeit in Dresden zu verbringen. Dann gewöhnt man sich an die Altstadt und fängt an, ihr besonderes Flair zu spüren. Außerdem kann man dann die Dresdner Neustadt mit ihrem Szenenviertel erkunden. Oder bei der Brücke “Blaues Wunder” im vornehmen Stadtteil Loschwitz auf den Hügel steigen und Dresden von oben begutachten. Nett ist auch ein Ausflug zum Schloss Pillnitz.
Umberto Eco machte in Dresden folgende treffende Beobachtung:
Die Dresdener fragen einen gar nicht, ob einem die Stadt gefällt. Sie sagen es einem. Das bringt mich auf den Gedanken, daß man die Städte gewöhnlich in zwei Kategorien einteilen kann: in die selbstsicheren und die anderen.
Die Menschen in Dresden sind wirklich sehr nett und hilfsbereit. Wenn ein Tourist mit einem Stadtplan in der Hand ratlos da steht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er von einem Dresdner angesprochen wird und Hilfe bekommt. Auch Angestellte in Bäckereien und anderen Geschäften geben gerne Auskunft und versuchen, Fremden zu helfen.
Land: Deutschland
Bundesland: Sachsen
Einwohner: 506.628
Telefonvorwahl: (+49) 0351
PLZ: 01067 – 01326
Autokennzeichen: DD
Nächster Flughafen: Flughafen Dresden
Offizielle Website des Flughafens Dresden
Fotostrecke
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Unterwegs in Dresden
Dresden kann man angenehm und stressfrei besichtigen. Es gibt wenig Verkehr. Dresden ist eine eher ruhige als hektische Stadt. Die Altstadt ist natürlich sehr touristisch. An vielen Sehenswürdigkeiten sind auffällig viele Reisegruppen unterwegs. Dresden scheint auch bei Touristen aus dem Osten sehr beliebt zu sein. Neben Touristen aus der benachbarten Tschechei, schauen sich kulturinteressierte Russen gerne Dresden an.
Zum 800-jährigen Jubiläum von Dresden wurde die Stadt aufwendig saniert und restauriert.
Sehenswürdigkeiten in Dresden
Dresdner Altstadt
- Zwinger (Kronentor, Gemäldegalerie Alte Meister, Rüstkammer, Skulpturensammlung, Porzellansammlung)
- Semperoper
- Katholische Hofkirche
- Italienisches Dörfchen
- Residenzschloss (Neues Grüne Gewölbe, Historisches Grüne Gewölbe)
- Fürstenzug an der Fassade der Augustinusstraße (zwischen Neumarkt und Schlossplatz):
Eine ca. 102 Meter lange Wand zeigt insgesamt 98 Personen, darunter 35 Herrscher der Wettiner-Dynastie ca. 25 000 Fliesen des Meißner Porzellan. - Frauenkirche und der Neumarkt
Die Frauenkirche gilt als das Wahrzeichen von Dresden. Im Oktober 2005 wurde die Frauenkirche wieder geöffnet und geweiht. - Stallhof
- Altmarkt: hier befindet sich auch ein großes Einkaufszentrum “Altmarkt-Galerie”.
- Kreuzkirche
- Neues Rathaus
- Kulturpalast – hier befindet sich die Tourist-Information
- Brühlsche Terrasse
- Augustusbrücke
Dresdner Neustadt
- Canaletto-Aussicht
- Der Venezianischer Maler Bernarndo Bertollo, genannt Canaletto (1721-1780), war Hofmaler von August des Starken und musste dem König monatlich neue Bilder von Dresden liefern. Und so hielt Canaletto das barocke Dresden in vielen Ansichten fest. Einiger Bilder sind in der Gemäldegalerie Alte Meister ausgestellt. An der Stelle, wo Canaletto sein bekanntestes Bild von Dresden gemalt hatte, steht heute ein roter Bilderrahmen. Der Blick auf Dresden von dieser Stellt ist auch heute noch schön.
- Japanisches Palais (Museen für Völkerkunde und Vogeschichte)
- Der Goldene Reiter auf dem Neustädter Markt
Der Goldene Reiter ist ein Denkmal für August den Starken, den Kurfürsten von Sachsen und König von Polen - Hauptstraße
Die ehemalige Prachtalle wurde beim Bombenangriff im Februar 1945 fast komplett zerstört. Heute ist es eine Ladenstraße, gezäumt mit renovierten Plattenbauten. Die wenigen historischen Gebäude, die den Bombenangriff überlebt haben, sind immer noch erhalten geblieben. - Markthalle
Eine Einkaufshalle auf drei Etagen mit einem großen Supermarkt und vielen keinen Spezialitäten-Geschäften. Unten befindet sich eine Kunsthandwerkerpassage. - Dreikönigskirche
- Königsstraße – gemütliche Restaurants in Innenhöfen!
- Pfunds Molkerei
- Die Äußere Neustadt
Hinter dem Albertsplatz und der Bautznerstraße
Sonstige Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum von Dresden
- Pragerstraße, Kügelgenhaus und der Hauptbahnhof
- Russisch-Orthodoxe Kirche
- Dostojewski Denkmal (Neue Terrasse)
Loschwitz, Weisser Hirsch und Blasewitz
Die noble und grüne Seite von Dresden.
- Stahlbrücke “Blaues Wunder”
- Historische Bergbahnen
- Schöne Aussichten auf Dresden und das Elbtal
Dresden-TIPP: Als erstes auf einen der Aussichtsplattforme steigen und sich von oben gleich einen Überblick über Dresden verschaffen.
Aussichtspunkte in Dresdener Altstadt
Es gibt in Dresden einige Aussichtsplattformen. Wer sich bei der Auswahl des Turms nicht sicher ist, sollte bedenken, dass man den Turm, auf dem man steht, nicht sieht. Also, will man, zum Beispiel, das Dresden-Panorama mit der Frauenkirche genießen, sollte man nicht unbedingt auf den Turm der Frauenkirche steigen.
Der Dresdner Rathausturm
Offizielle Adresse: Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden.
Der Eingang befindet sich in der Kreuzstraße und liegt etwas versteckt im Innenhof des Neuen Rathauses.
Der Eintritt kostet 3,- EUR.
Die Aussichtsplattform des Neuen Rathauses befindet sich in 68 m Höhe und ist die höchste in Dresden. Der Rathausturm bietet einen sehr guten Rundblick über Dresden. Ein Aufzug bringt die Besucher quasi direkt von der Straße nach oben.
Das Neue Rathaus hat einen guten Standort und liegt am Rand der Dresdner Altstadt. Der Architektur-Mix (Barock der Altstadt vs. gesichtsloser Plattenbau drum herum) ist sehr gut sichtbar. Man sieht auch, dass Alt-Dresden in den letzen Jahren liebevoll und aufwendig restauriert wurde. Es gibt noch einige Baustellen. Und die renovierten historischen Gebäude wirken fast unwirklich, mehr wie eine Filmkulisse als eine echte Stadt. Von der Aussichtsplattform sieht man auch, wie klein die Altstadt von Dresden ist und dass sich die bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf einem Fleck befinden.
Der Rathausturm bietet auch einen wunderbaren Blick auf die Elbe und das Umland von Dresden. Eine positive Erkenntnis: Dresden ist eine grüne Stadt. Bei klarem Wetter sieht man sogar die Tafelberge der Sächsischen Schweiz (hinter der gläsernen Manufaktur, rechts vom Fernsehturm).
Im Neuen Rathaus wird auch ein Film mit Erstaufnahmen von Dresden Anfang des 20 Jh. gezeigt. Der Film dauert 45 Minuten und läuft einfach auf dem Fernsehen neben der Kasse. Mitarbeiter starten den Film auf Anfrage. Den Film muss man nicht zu Ende schauen, und kann jederzeit gehen.
Weitere Aussichtspunkte in Dresden
- Frauenkirche (Eingang G)
Die Aussichtsplattform der Kuppel ist 67 Meter hoch.
Adresse: Neumarkt, 01067 Dresden - Hausmannsturm im Residenzschloss (Eingang Grünes Gewölbe)
Die Aussichtsplattform: 38,62 Meter hoch.
Adresse: Sophienstraße, 01067 Dresden. - Kreuzkirche
Adresse: An der Kreuzstraße 6, 01067 Dresden - Dreikönigskirche (Eingang D)
Der Turm ist 87,5 Meter hoch.
Adresse: Hauptstraße 23, 01097 Dresden - Loschwitzhöhe
Blick auf Dresden und das Elbtal
Dresden: die Sehenswürdigkeiten
Altstadt
Der Zwinger
Der Zwinger hat einen schönen Innenhof. Teile sind bereits renoviert. Interessant ist der Unterschied zwischen restaurieren hellen und alten dunklen Skulpturen. Das Kronentor ist schön restauriert. Sehenswert ist auch die Uhr, die zu jeder vollen Stunde ein Glockenspiel erklingen läßt.
TIPP: Gleich auf die Balustrade hochgehen und dort spazieren. Von hier aus kann man auch die Uhr mit dem Glockenpiel aus der Nähe beobachten. Wie fast überall in Dresden wird auch von der Balustrade des Zwingers der Kontrast zwischen Schönheit und Hässlichkeit sichtbar. Blickt man zur einen Seite, sieht man auf den schönen Zwinger-Innenhof runter. Auf der anderen Seite werden ein gesichtsloser Platz und Plattenbauten sichtbar.
Die Gemäldegalerie “Alte Meister”
Eintritt (gilt für die Gemäldegalerie Alte Meister, inkl. Rüstkammer und Skulpturensammlung im Zwinger)
Ein Rundgang kann unterschiedlich lang dauern (bis zu 3-4 Stunden). Je nachdem, wie genau man sich die Sammlung anschauen möchte. Gut ist, dass man die Galerie jederzeit verlassen und eine Pause einlegen kann. Mit dem Ticket kommt man wieder rein. Das ist ganz praktisch. Denn so kann man den Füssen eine Erholungspause gönnen, einen Kaffee trinken oder auch etwas essen.
Ein Audioguide ist ein guter Begleiter für alle, die etwas über die Maler und Gemälde lernen möchten. Es werden auch Führungen in verschiedenen Sprachen angeboten.
Die bekanntesten Meisterwerke in der Gemäldegalerie “Alte Meister” sind:
- “Die Sixtinische Madonna” von Rafael (1512-13) – Raum 118
- “Schlummernde Venus” von Giorgione und Tizian (1508-10) – Raum 118
- “Rembrandt mit Saskia auf dem Schoße” von Rembrandt (1635-39) – Raum 106
- “Schokoladenmädchen” von Jean Ètienne Liotard (um 1744) – Raum 201
Offizielle Website der Gemäldegalerie “Alte Meister” in Dresden
Die Semperoper
Von außen wirkt die Semperoper eher bescheiden. Es lohnt sich jedoch, die neu restaurierte Oper von Innen zu bestaunen. Es werden auch Führungen durch die Semperoper angeboten. Wer Tickets für eine Vorstellung in der Semperoper hat, braucht keine Führung zu machen. Der Einlass beginnt eine Stunde vor der Vorstellung. Wer früh da ist, hat genug Zeit für einen Rundgang durch das Haus und ein Glas Sekt auf einer der beiden Terrassen (entweder mit Blick auf die Elbe oder zum Zwinger).
Die offizielle Seite der Semperoper: Spielplan, Tickets, Sitzpläne, Videothek
Je nach Veranstaltung kosten die Karten für die Semperoper zwischen 3,50 EUR und 217,10 EUR.
Kartenpreise 2009/2010
Sitzpläne der Semperoper
Neues Grünes Gewölbe im Residenzschloss
Eintritt: 6,- EUR
Ein Audioguide ist sehr empfehlenswert. Damit kann man sich die Kunstwerke im Grünen Gewölbe in Ruhe anschauen und dabei auch etwas lernen. Der komplette Rundgang mit dem Audioguide dauert etwas länger als 2 Stunden. Geführte Gruppen werden ziemlich schnell durch das Museum gehetzt und bleiben nur vor absoluten Highlights stehen. Zu den Highlights der Sammlung zählen:
- Der Hofstaat zu Dehli am Geburtstag des Großmoguls Aureng-Zeb, 1701-1708
Der prachtvolle Tischaufsatz mit 137 Goldfiguren und über 5000 Edelsteinen wurde in der Werkstadt des Hofjuweliers Johann Melchior Dinglinger gefertigt. - das Goldene Kaffeezeug
- Dresdner Grüner Diamant (41 Karat)
- ein Kirschkern mit ca. 185 eingeschnittenen Köpfen
Bei den meisten Ausstellungesstücken handelt es sich um mit Gold und Edelsteinen veredelte Natur. Korallen, Muscheln, Elfenbein und andere Materialen wurden in Gold gefasst und mit Diamanten, Saphiren und Co. geschmückt.
Ein Großteil der Ausstellung bilden Gegenstände, die zwar für den alltäglichen Gebrauch gefertigt, aber nie als solche genutzt wurden. Darunter Tee- und Kaffeservice, Reisekoffer, Nagelsets, etc. Sie waren einfach zu schön und kostbar. Deswegen betrachteten sie die Besitzer von Anfang an als Kunstobjekte.
Damals fing man an, die Kunstschätze nicht nur für sich zu sammeln, sondern sie in Kunsthallen einem breiteren Publikum zu präsentierten. Diese Kunsthallen waren die Vorläufer heutiger Museen.
Im Gegensatz zum Historischen Grünen Gewölbe werden die Kunstwerke im Neuen Grünen Gewölbe einzeln präsentiert. Die Arbeiten von Johann Melchior Dinglinger und anderen Juwelieren sind wirklich beeindruckend.
Ausführliche Informationen über Grünes Gewölbe in Dresden
Brühlsche Terrasse
Die Flaniermeile von Dresden. Benannt nach dem Grafen Heinrich von Brühl (1700-1763), dem einflussreichen Minister des Kurfürsten August des Starken. Früher war dieses Plateau mitten in Dresden (auch der “Balkon Europas” genannt) Brühl’s Privatanwesen. Seit 1814 ist die “Brühlsche Terrasse” für alle zugänglich. Eine große Freitreppe führt vom Schlossplatz auf die Brühlsche Terrasse. Die Freitreppe schmücken die Statuen “Vier Tageszeiten”: Morgen (oben links), Mittag (oben rechts), Abend (unten links) und Nacht (unten rechts).
Es entsteht allerdings der Eindruck, dass auf der Brühlschen Terrasse nur Touristen unterwegs sind.
Ergattert man einen Platz auf einer Bank, kann man einen schönen Blick auf die Elbe genießen und mit etwas Glück dabei noch einer Dixi-Band lauschen. (Jedes Jahr im Mai findet in Dresden ein Dixieland-Festival statt. Es gibt viele Veranstaltungen und eine große Dixie-Parade.)
Italienisches Dörfchen
Der Name ist der Einrichtung ist etwas irreführend. Hinter dem charmanten Namen verstecken sich vier Speiselokale – ein Restaurant, ein Café, ein Weinzimmer und ein Biersaal. Es werden Spezialitäten der Sächsischen und der italienischen Küche angeboten. Es gibt sogar eine Bus-Karte für Reisegruppen. Hier diniert man in schön restaurierten historischen Räumen mit Blick auf die Elbe oder auf den Theaterplatz mit der Semperoper, dem Zwinger und die Hofkirche. Der Blick zum Theaterplatz ist schön. Doch wegen der relativ stark befahrenen (und von großen Reisebussen ziemlich stark frequentierten) Straße, ist es nicht so angenehmen, lange hier zu sitzen.
Dresden Neustadt
Königsstraße
Diese neu restaurierte Straße wirkt erst mal leer. Doch der Schein trügt. Kleine Geschäfte und Restaurants verstecken sich in Passagen, die in die netten Innenhöfe führen. Bei warmem Wetter kann man hier sehr schön draußen sitzen (ohne eine Autostraße vor der Nase.)
Restaurant-Empfehlung:
Kö 5,
Königsstraße 5
Sehr nettes Lokal im Innenhof. Leckeres Essen. Sächsische und internationale Küche.
Pfunds Molkerei
Bautzner Straße 79, 01099 Dresden
Öffnungszeiten: Mo.- Sa. 10.00 bis 18.00 Uhr; Sonn- und Feiertage 10.00 bis 15.00 Uhr
Durch die einmalige Einrichtung (handbemalte Fliesen von Villeroy & Boch) kann sich die Pfunds Molkerei gut vermarkten, hinterlässt aber eher einen faden Beigeschmack…
Die Pfunds Molkerei (gegründet 1880) gilt als “der schönster Milchladen der Welt” und wurde 1998 in das Guiness Buch der Recorde aufgenommen. Sie steht in jedem Dresden Reiseführer und wohl auch auf dem Programm von jeder organisierten Busreise. Die Porzellanwände sind schön. Doch der Laden erinnert eher an einen Museums-Shop als an ein normales Milchgeschäft. Wer hier besondere Milch- oder Käsespezialitäten erwartet, wird enttäuscht. Die Käsetheke mit Käsespezialitäten aus aller Welt könnte so auch in jedem beliebigen Delikatessen-Geschäft stehen. Neben Wein und Marmeladen verkauft die Pfunds Molkerei auch Milchseife, Schokolade, Sekt oder Milchgrappa (gibt es auch zum Probieren: 2 cl für 3,30 EUR). Für einen Euro bekommen Touristen ein Glas Milch oder Buttermilch serviert. Wer will, kann auch eine Kleinigkeit essen (z.B., ein Käsesalat mit Baguette für 4,- EUR). In ersten Stock der Pfunds Molkerei befindet sich ein relativ großes Café-Restaurant. Es ist aber nicht in dem Stil eingerichtet, wie der überall abgebildete Vorzeige-Verkaufsraum der Pfunds Molkerei. Öffnungszeiten: tgl. 10.00 bis 20.00 Uhr
Kommt man in die Molkerei gleichzeitig mit einer (oder mehren Reisegruppen), kann man sich kaum bewegen. Und wenn die Reisegruppen weg sind, ist der Laden wie leer gefegt.
Äußere Neustadt
Das Studenten- und Szenenviertel von Dresden mit vielen Kneipen, Restaurants und Imbiss-Lokalen. Die Preise sind etwas niedriger als in der Altstadt. Es gibt hier diverse kleine Läden. Einige Lebensmittelgeschäfte sind “open end” geöffnet. Auch manche Friseure haben hier bis 22 Uhr auf. Auf den Straßen sieht man viele junge Leute (manche auffällig angezogen, aber nicht gefährlich). Es herrscht eine lockere entspannte Atmosphäre. Das ehemalige Problemviertel von Dresden wurde zwar schon aufwendig saniert, doch es gibt einige Gebäude, die ein “Facelifting” nötig haben. Das Graffiti an den Wänden schadet dem Viertel überhaupt nicht und passt sehr gut zum generellen Flair dieses Teil Dresdens.
Sonstige Plätze in Dresden
Prager Straße
Eine riesige Einkaufsstraße mit diversen Geschäften, die es inzwischen überall gibt. Vor allem viele Bekleidungsläden. Die Pragerstraße ist ein Paradies für alle, die gerne shoppen, ist aber an sich nichts Besonderes. Sie führt vom Dresdner Stadtzentrum zum renovierten Hauptbahnhof. Hinter dem Bahnhof beginnt Plattenbau.
Russisch Orthodoxe Kirche
Die Russisch-Orthodoxe Kirche liegt hinter dem Dresdner Hauptbahnhof, eingequetscht zwischen gesichtslosen Plattenbauten. Schade, dass so eine schöne Kirche in Dresden so gut versteckt ist.
Dostojewski-Denkmal
Neue Terrasse am Elbufer, hinter dem Sächsischen Landtag, vor dem Maritim-Hotel, gegenüber dem Japanischen Palais. (5-10 Minuten zu Fuß vom Theaterplatz)
Der weltbekannte russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski (1821 – 1881) besuchte Dresden mehrmals in den 60er Jahren des 19 Jh. Das im Jahr 2006 eröffnete Denkmal symbolisiert die besonderen Beziehungen zwischen Russland und Sachsen. Das Denkmal in Dresden wurde zum 85. Geburtstag und 125. Todestag von Dostojewski eröffnet. Im selben Jahr feierte Dresden sein 800-jähriges Jubiläum. Bei der feierlichen Enthüllung des Denkmals in Dresden waren sogar die Bundeskanzlerin Merkel und der damalige russische Präsident Wladimir Putin anwesend.
“Blaues Wunder”, Loschwitz und Blasewitz
Loschwitzhöhe – das Villenviertel und die grüne Seite von Dresden
Die Brücke “Blaues Wunder” verbindet seit 1893 die vornehmen Viertel von Dresden: Loschwitz und Blasewitz. Interessant ist vor allem der Stadtteil Loschwitz. Wer in Loschwitz ankommt, versteht gleich, warum dies der noble Teil von Dresden ist. Es ist grün, ruhig und bietet an vielen Stellen schöne Blicke auf Dresden und die Elbe. Mitten in den Weinbergen stehen hier Villen von bekannten Persönlichkeiten. Im Haus am Körnerweg 6 waren auch Mozart, Goether und Humboldt zu Gast. Früher war das eine Sommerresidenz der Familie von Christian Gottfried Körner (1756-1831). Nicht weit entfern (Schevenstr. 59) ist das Sommerhaus von Johann Melchior Dinglinger (1664-1731), dem Hofjuwelier des August des Starken. Viele Kunstwerke des talentierten Juweliers sind im Grünen Gewölbe ausgestellt. 1711 war sogar der russische Zar Peter der Große bei Dinglinger zu Gast.
In Loschwitz, nahe der Brücke “Blaues Wunder” gibt es zwei Bergbahnen, die die Besucher vom Körnerplatz nach oben bringen:
1. Die Bergschwebebahn – Blick auf Dresden und das Elbtal ohne Restaurant-Besuch.
Die Bahn fährt fast direkt zur Aussichtsterrasse. Nach ganz oben kommt man über ein paar Treppenstufen zu Fuss oder mit einem kostenlosen Aufzug. Auf der Terrasse kann man den guten Blick auf Dresden, die Elbe und das Blaue Wunder fast ungestört genießen. Es gibt hier deutlich weniger Touristen als in der Altstadt. Es ist sehr ruhig und angenehm oben. Ganz Dresden liegt wie auf dem Präsentierteller. Zwischen gesichtslosen Bauten erkennt man nach und nach die berühmten Barockbauten der Altstadt.
2. Die Standseilbahn zum Café-Restaurant Luisenhof
Adresse: Bergbahnstraße 8, 01324 Dresden Telefon: (+49) 03 51 / 2 14 99 60
Der so genannte “Balkon Dresdens”.
Von der Terrasse des Café-Restaurants Luisenhof kann man beim Essen oder beim Kaffee und Kuchen einen schönen Blick auf Dresden genießen. Das ist aber auch eine beliebte Station von Reisegruppen.
Zu beiden Aussichtspunkten gelangt man auch zu Fuß.
Tour-Vorschlag: (statt Bergschwebebahn) Start am Schillerplatz in Blasewitz. Dann über die Stahlbrücke “Baues Wunder” nach Loschwitz gehen. Vom Körnerplatz den Steinweg hoch.
Dies ist ein Teil der “Weinstraße”.
Schloss Pillnitz
Anreise: mit dem Auto (es gibt gebührenpflichtige Parkplätze) oder mit dem öffentlichen Verkehr. Zum Beispiel,
Hinfahrt mit dem Bus 83 von der Brücke “Blaues Wunder”.
Rückfahrt: mit der Fähre auf das andere Elbufer übersetzen, von der Fähre ein Stück der Straße entlang hoch laufen (ca. 5 Minuten) und die Tram 2 ins Stadtzentrum von Dresden nehmen (ca. 30 Minuten).
Es wird überall empfohlen, dass Schloss mit der Freitreppe von einem der Dampfer von der Elbe zu bestaunen.
Pillnitz ist eine charmante Schlossanlage mit zwei Schlössern und einem Park. Die beiden chinesisch-asiatische angehauchten Schlösser – das Berg- und das Wasserpallais – sind neu restauriert. Die Innenräume des Bergpallais sind komplett mit Szenen aus China bemalt. Wie so vieles in Dresden, stellt man sich die Schlösser größer und imposanter vor, als sie tatsächlich sind. Die Parkanlage dagegen ist ziemlich weitläufig. Die Sehenswürdigkeiten in Pillnitz sind:
- Die Kamelie
Der immergrüne Strauch wurde aus Asien im 18 Jh. importiert. Beim genauen Hinschauen erkennt man zwischen viel Grün, kleine zarte Blüten. Die Kamelie mag warmes Klima und muss deswegen vor Kälte geschützt werden. Zuerst baute man für die exotische Pflanze Holzhäuser, die im Sommer wieder abgebaut wurden. Jetzt besitzt die Kamelie ein extra dafür konstruiertes fahrbares Haus mit Klimacomputer. - Das Palmenhaus
- Die Museen in den Schlössern
Ausführliche Informationen über Schloss Pillnitz in Dresden
Essen in Dresden
Viele Lokale gibt es in der Münzstraße zwischen der Frauenkirche und der Brühlschen Terrasse. Auch um die Frauenkirche herum haben sich einige Restaurants angesammelt. Sächsisches Süßgeback und andere Kleinigkeiten werden auf dem Altmarkt verkauft. Es gibt viele Bäckereien, wo man schnell einen Kaffee trinken kann.
Netter und weniger Touristisch ist die Neustadt. Zum Beispiel, die Königsstraße oder die Äußere Neustadt. Lokale für jeden Geschmack gibt es in der Alaunstraße und Louisenstraße.
Sächsische Spezialitäten
- Dresdner Christstollen
- Dresdner Eierschecke. Mit Quarkbelag (viele Rezepte)
- Quarkkäulchen – ein Gebäck aus Pellkartoffeln und Quark, serviert mit Apfelmuss
- Kartoffelsuppe
Kein einheitliches Rezept. Fast immer mit klein geschnittenen Würstchen oder Bockwurst. Dazu ein Brötchen. - Sauerbraten
Das Typische: Der Sauerbraten ist deftig (?und ein wenig süß). Mageres Rindfleisch wird in eine süß-saure Marinade eingelegt und wie ein Schmorbraten gegart. Serviert wird der Sauerbraten mit Apfelrotkohl und Kartoffelklößen. - Rinderzunge
- Wild
- Fisch
- Weine (Meißner Weiner)
- Dresdner Bier (Radeberger)
In Dresden werden viele Thüringer Spezialitäten verkauft: Thüringer Wurst und Spreewald Gurken.
Nützliche Links
- Offizielle Website der Stadt Dresden
- Öffentlicher Nahverkehr in Dresden (Bus, Tram, Bergbahnen, S-Bahn, Stadtrundfahrten, Touristen-Tickets)
QUERVERWEISE:
Dresden – Salzburg
- Mozart war Gast bei Gottfried Körner in seinem Sommerhaus am Körnerweg 6 (im vornehmen Stadtteil Loschwitz)
Dresden – Russland
- Zar Peter der Große und August der Starke
- Dostojewski-Denkmal
Dresden – St. Petersburg
1768 kaufte die russische Zarin Katarina die Große die gesamte Gemälde-Sammlung des Grafen von Brühl. Heute sind viele dieser Gemälde in der Eremitage in St. Petersburg ausgestellt.
Dresden – Rom
Die Sixtinische Madonna von Rafael hängt nicht in der Sixtinischen Kapelle, sondern in der Gemäldegalerie “Alte Meister” in Dresden
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